Die heutigen mörderischen Geschäfte von Rheinmetall sind immer auch im Zusammenhang mit der Geschichte zu sehen. Krieg ist heute wie damals das Geschäftsmodell von Rüstungskonzernen wie Rheinmetall.
In Unterlüß gab es während der faschistischen Herrschaft 20 Zwangsarbeiterinnen-Lager. Mitten im Dorf wie am Ortsrand. An die 5.000 Zwangsarbeiterinnen, die fast alle direkt oder indirekt für Rheinmetall arbeiten mussten, standen 2.500 Einwohner*innen gegenüber.

Bis heute negiert Rheinmetall wie die Gemeinde Unterlüß ihre Verantwortung.

Diese Ausstellung verweist insbesondere auf das Außenlager Tannenberg des KZ Bergen-Belsen. Von Sommer 1944 bis März 1945 waren hier 900 osteuropäische jüdische Frauen inhaftiert. Sie mussten Zwangsarbeit für Rheinmetall leisten. Als die SS-Bewachung angesichts der nahenden britischen Truppen floh, erlebten die Frauen einen kurzen Moment der Befreiung, bis ortsansässige Nazis des Volksturms die Frauen ins Konzentrationslager nach Bergen-Belsen brachten, wo die Mehrzahl von ihnen durch die elenden Bedingungen zu Tode kamen.

Die Austellung wurde zuerst provisorisch auf dem Camp 2019 in Unterlüß gezeigt. Anschließend haben wir sie überarbeitet und durch einige Tafeln ersetzt. Heute umfasst sie 20 Tafeln.


Die Ausstellung in dieser Fassung wird erstmalig am 30.01.2020 in Frankfurt/Main gezeigt. Anschließend kann sie ausgeliehen werden.
Zur Ausstellung gibt es ein 44seitiges Begleitheft im Format DinA4. Download: begleitheft-web.pdf -(13MB)