Rheinmetall verschrotten - Protest bei der Aktionärsversammlung 2018 in Berlin

Protest bei Rheinmetall Am 8. Mai 2018 tagte im Berliner Maritim-Hotel - gegenüber dem Verteidigungsministerium/Bendlerblock - die Aktionärsversammlung des Rüstungskonzern Rheinmetall.
Der Ort diees jährlichen Treffens war sicher kein Zufall; die Nähe zum Verteidigungsministerium besteht nicht nur räumlich. Für die enge Verflechtung zwischen Ministerium und Rüstungskonzern standen Dirk Niebel, F.C. Jung. Das ist heute nicht anders.
Ob die Wahl des Datums – 8. Mai – Tag der Befreiung vom Faschismus – zufällig war, wissen wir nicht. Es ist jedoch purer Zynismus, an diesem Tag eine Versammlung, die für Geld verdienen mit Krieg und Toten steht, abzuhalten. Und natürlich wissen auch die Rheinmetall-Verantwortlichen, dass ihr Konzern im Faschismus Teil der Hermann-Göring-Werke war und zehntausende ZwangsarbeiterInnen buchstäblich zu Tode schuften ließ: Panzer, Munition und Waffen für die NS- Kriege.

Rheinmetall ist erneut in den Fokus gerückt durch den jahrelangen Widerstand gegen das von dem Konzern erbaute und betriebene Gefechtsübungszentrum GÜZ in der Altmark, das sie auch gerne exportiert hätten, u.a. nach Russland. Dieser Deal musste 2014 jedoch wegen politischer Widersprüche auf Eis gelegt werden.
Heute beteiligt sich Deutschland wieder mit Panzern, mit Raketen, mit Kriegsmaterial vielfältiger Art von der Firma Rheinmetall an Kriegen, sei es direkt, sei es mittelbar z.B. durch den Nato-Staat Türkei.

Der Nato-Staat Türkei nutzt viele deutsche Waffen und braucht für seinen Krieg gegen die kurdische Bevölkerung, ihre Organisationen und Selbstverwaltung in Nordsyrien, im Nordirak, aber auch in der Türkei selbst fortlaufend Nachschub an Munition, Ersatzteilen, neues Kriegsgerät. Die BRD, Rheinmetall und andere Rüstungskonzerne sorgen dafür, dass die Türkei diesen Krieg führen kann: von hier wird der Krieg möglich gemacht, und hier wird am Krieg verdient.

Rheinmetall als transnationaler Konzern ist dabei findig: sollte mal ein Rüstungsgeschäft direkt aus Deutschland problematisch sein, wird es eben über Tochterfirmen in Italien oder Südafrika abgewickelt. Schlüsselfertige Rüstungsfabriken werden u.a. nach Saudi-Arabien verkauft. Rheinmetall unterstützt auch die Türkei im Aufbau einer eigenen Rüstungsindustrie und bereitet entsprechende Deals vor.

Genügend Gründe also, diesem Konzern die Aktionärsversammlung zu vermiesen.

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